Hinrich und Ariane Oortgiese

Projekt Rollenprüfstand


Einen Rollenprüfstand im Eigenbau - das habe ich schon lange vor.
Nun ist er fertig und funktioniert.
Da ich kein "Metaller" bin, sondern eher ein "Holzwurm", ist er aus Holz.
Lediglich die Lager sind aus Metall.
Konzipiert ist der Rollenprüfstand für Märklin, durch geringfügige Änderungen
auch für Zweileiter-Gleichstrom verwendbar.

Falls jemand Interesse hat, folgend die Details.
Das verwendete Material sowie die einzelnen Schritte sind auf den Bildern zu sehen
und einige Erläuterungen dazu.

Die kleinen Kugellager gibt es bei pollin, 16 Stück habe ich verbaut, kosten lediglich 50 Cent das Stück.
Durchmesser der Rollen ca. 6mm, Achslänge 3,5mm, Achsdurchmesser 2,5mm, Rollenbreite 3mm.
Gleise sind M-Gleise von Märklin, je 180mm, 45mm und 70mm Länge.
Überstehende Verbindungsteile der Gleise wurden abgenommen.
Tipp für alle mit Zweileiter-Gleichstrom: Stromzufuhr könnte über Schleifkontakte am Kugellager erfolgen,
die von mir verwendeten Kugellager sind über die Verbindung Achse-Lagerfläche leider nicht stromführend.

Mit Hilfe der Bohrschablone werden in das Quadratstabstück die Löcher für
die Kugellager gebohrt. Lochmittenabstand waagerecht 9mm,  3mm zur Oberkante,
so verbleiben 0,5mm oberhalb der Bohrung.
Bohrer 2,5 mm, Sackloch ca. 5mm, Befestigung mit etwas Leim genügt.
Eine Standbohrmaschine ist unbedingt erforderlich, saubere Arbeit und Augenmaß auch,
zur Kontolle eine Meßlehre.
Die 8 Blöcke werden - ausgerichtet auf die Achsen der Kugellager - gegenüberliegend aufgeleimt,
wie auf dem Bild schon angedeutet zu sehen, auf den Teilen der Größe 40x20mm.
Abstand zwischen den Rollenlagern: 16,5mm.

-- dieser Abstand bezieht sich auf das System Märklin gemäß NEM 340 mit einem
Nennwert der Spurweite von 16,6mm. Andere Fahrzeuge müssten ohne Probleme laufen können,
vor einem Zusammenbau bitte ausprobieren / messen.


so sehen die Rollenlager dann fertig aus:



- wer mit anderen Gleisen arbeitet muss dann nur anderweitig
für einen Höhenausgleich sorgen


nun geht es bereits in die Endfertigung:

die Quadratstäbe 5mm werden für die beweglichen Teile als Führung
beidseitig aufgeleimt, so sieht es dann fertig aus:

Nicht angetriebene Drehgestelle oder Vor-und Nachlaufräder können auf den Gleisen verbleiben,
dienen dann noch zusätzlch zur Stromaufnahme oder als Massekontakt.
   Es funktioniert:
         ein kleines Video

Es sind keine Befestigungsschrauben erforderlich. Die Rollenböcke sind leicht beweglich,
verrutschen aber nicht im Betrieb.
Sicherlich keine Präzisionsarbeit wie mit speziellen Maschinen zum Drehen und Fräsen
erreichbar. Jedoch einfach zu realisieren, eben wenn man derartige Maschinen
und dazugehörige Kenntnisse nicht besitzt.
Ich bin damit zufrieden, es funktioniert mit jeder meiner Lokomotiven.

Würde mich freuen wenn ich eine Anregung geben konnte, und jemand den Rollenprüfstand nachbauen
möchte nach seinem Bedarf und seinen Vorstellungen.

Falls jemand auf seiner Homepage oder anderenorts Inhalte dieser Seite veröffentlichen möchte:
nichts dagegen habe ich einzuwenden, wäre erfreut darüber.
Ich bitte freundlich darum, dass dann ein Hinweis auf meine Idee und Homepage gegeben wird,
bitte mich gerne per E-Mail darüber informieren - Danke